Natur UND LANDSCHAFTEN DER PROVENCE


HAUTE PROVENCE

Die wildromantische Landschaft der Haute Provence ist geprägt durch den ständigen Wechsel von hoch aufragenden Gebirgszügen und tief einschneidenden Tälern. In den Bergregionen der Montagne de Lure oder des Luberon finden sich etwa karge Wacholderheiden und spärlich bewachsene Geröllfelder. Dazwischen liegen malerische kleine Ortschaften wie Simiane-la-Rotonde, Banon oder Dauphin. Hier hat man das Gefühl, dass mancherorts die Zeit stehen geblieben ist. Während im Frühjahr die Bergwiesen mit rotem Klatschmohn zum Verweilen einladen, sind es im Sommer die gelben Sonnenblumenfelder und der berühmte Lavendel (das blaue Gold der Provence), die den Besucher in ihren Bann ziehen.

DER NORDWESTEN

Nordwestlich von Sisteron bildet das Tal der Méouge im unteren Teil eine atemberaubende, kurvenreiche Schlucht, die zum Baden oder Durchwandern einlädt. Weiter südlich (folgt man dem Jabrontal, immer entlang des Massif des Lure) taucht bald der Mont Ventoux, der heilige Berg der Provence, am Horizont auf. Der rund 1900 Meter hohe Berg ist bekannt für seine kahle und stets vom Wind gepeitschte Kuppe, die aus einer Kalkstein-Geröllwüste besteht. Der Mont Ventoux (windiger Berg) ist ein Klassiker der Tour de France. Zu Füßen des allüberragenden weißen Riesen liegt u.a. die "Lavendelhauptstadt" Sault. Im Hochsommer, wenn hier allerorten die Destillen in Betrieb sind, duftet die ganze Region nach dem blauen Lippenblütler.

DER SÜDOSTEN

Im südöstlichen Teil der Provence hat der Fluss Verdon Europas tiefste Schlucht, den bis zu 700 Meter tiefen und ca. 20 Kilometer langen Canyon du Verdon, aus dem Kalkstein gewaschen. Die spektakuläre Schlucht ist bei Wanderern, Wassersportlern und Kletterern beliebt und bietet eindrucksvolle Tiefblicke. Im Hochsommer breiten sich auf dem nahegelegenen Plateau de Valensole Lavendelfelder bis zum Horizont aus und tauchen die Hochebene in ein duftendes, leuchtend blaues Blütenmeer.

LUBERON UND DER WESTEN

Westlich der Durance gelangt man in den Luberon mit seinen bewaldeten Hängen und fruchtbaren Ackerböden. Die Region ist auch für ihre Weine sehr bekannt und historische Orte wie Gordes oder das malerische Dorf Lourmarin laden hier zum Entdecken an. Nur unweit des Städtchens Gordes liegt das berühmte Zisterzienser-Kloster Abbaye de Senanque, mit dem weltbekannten Lavendelmotiv. Von hier aus sind es nur noch wenige Kilometer bis zur Gorges de la Nesque. Eine bis zu 400 Meter tiefe, wilde, naturbelassene Schlucht, die mit spektakulären Ausblicken lockt.

VAUCLUSE UND ALPILLEN

Wer gerne rot sieht, für den sind die Ockerfelsen und Steinbrüche von Roussillon und Rustrel ein unbedingtes Muss. Die Ockerpigmente werden teilweise heute noch abgebaut und finden im Kunstgewerbe Verwendung. Noch weiter im Westen, zwischen Cavaillon, Avignon und Arles, liegt die kleine Gebirgskette der Alpillen. Das Massif des Alpilles beheimatet einige der weltweit besten Olivenöle und ist für seine kräftigen Roseweine bekannt. Der kleine Ort Les-Baux-de-Provence thront mit seiner Burgruine weithin sichtbar über den Hügeln der Durance- und Rhoneebene.

CALANQUES UND DER SÜDEN

Ganz im Süden der Region PACA, zwischen Marseille und Cassis, prägen die Calanques den Küstenabschnitt. Diese fjordähnlichen, teils tief in die Felsen geschnittenen Buchten sind ein Paradies für Wanderer und Naturliebhaber. Charakteristisch für alle Landschaften der Provence sind die Pinien- und Kiefernwälder, deren Bewohner, die Zikaden, im Sommer für musikalische Unterhaltung sorgen sowie die schattenspendenden Platanen, die sich eigentlich in jedem Ort finden.